Stimmt meistens. Und greift insbesondere in der Führung von Change-Projekten zu kurz. Denn Veränderung bedeutet ganz häufig:
🤔 Bisher war ich sicher in dem, was ich tue – jetzt kann ich vieles (noch) nicht.
😏 Bisher habe ich eigenständig gearbeitet – jetzt bin ich (erstmal) auf andere angewiesen.
😒 Bisher hatte ich meinen festen Platz im Team – jetzt gerät er (anscheinend) ins Wanken.
Kompetenz. Autonomie. Zugehörigkeit.
Edward Deci und Richard Ryan beschreiben diese drei Elemente als Grundlage für Motivation und die Bereitschaft, zu lernen, sich zu entwickeln und sich zu engagieren. Sie schaffen psychologische Sicherheit – eines der zentralen Bedürfnisse des Menschen, immer und überall.
❓ Traue ich mir zu, wieder kompetent zu werden?
❓ Erlebe ich mich weiterhin als eigenständig handlungsfähig?
❓ Bleibe ich Teil des Ganzen?
Fällt die Antwort darauf positiv aus, entsteht Bewegung 🤸♂️. Bleibt sie aus, entsteht Widerstand. Nicht als Ausdruck von Starrheit, sondern als Versuch, Sicherheit zu bewahren.
Hier liegt die eigentliche Führungsaufgabe im Change:
👨🎓 Lernräume gestalten, in denen Menschen sich mutig ausprobieren können.
🏋️ Ermutigung geben, wenn das Gefühl von Autonomieverlust beängstigt.
🫶 Verbindung halten, wenn Rollen und Strukturen sich verändern und wir nach stabilen Beziehungen suchen.
„Ich bin Führungskraft – kein Psychologe“ beschreibt eine Rolle, übersieht aber einen entscheidenden Wirkfaktor: Nachhaltiger Change entsteht nicht durch Maßnahmenpläne allein, sondern durch Menschen, die sich auf Neues einlassen 🪂.
Führungskräfte, die das verstehen, erlernen diese Kompetenz oder holen sich externe Expertise in ihre Projekte hinein – von Beginn an und nicht erst, wenn das Projekt zum Rohrkrepierer zu werden droht.
🚀 Eine Investition, die sich durch Dynamik, Beteiligung und Umsetzungskraft vielfach auszahlt 💶. Und an allererster Stelle ein Gebot verantwortungsvoller Führung ist.
🕊️ Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass die Bereitschaft wächst, die inneren Wirkmechanismen des Menschen verstehen zu lernen. Nicht nur für den Projekterfolg.
🤝 Danke, Solidaris Unternehmensgruppe, dass Sie auf die Notwendigkeit eines aktiven und professionellen Change-Managements hinweisen – auch und gerade für den Erfolg großer Digitalisierungs- und Softwareprojekte.
